Mens­trua­tions-ABC

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Ade­no­myose
Weit ver­brei­tete Endo­me­triose in der Gebärmutter.

Agnus Cas­tus

Amenor­rhö
Aus­blei­ben bzw. Feh­len der Menstruation.

Ano­vu­la­to­ri­scher Zyklus
Aus­blei­ben bzw. Feh­len des Eisprungs. Wäh­rend des Mens­trua­ti­ons­zy­klus wird keine Eizelle freigesetzt.

Anti-Mül­ler-Hor­mon (AMH)
Der AMH-Wert gibt an, wie viele Eizelle noch im Kör­per sind und ob ein Eisprung statt­ge­fun­den hat. Es ist ein wich­ti­ger Indi­ka­tor in der Reprodukionsmedizin. 

Anti­ba­by­pille
siehe Pille

Aus­fluss

Azy­kli­sche Blu­tung

Basal­t­em­pe­ra­tur
Kör­per­tem­pe­ra­tur, die mor­gens direkt nach dem Auf­wa­chen und vor dem Auf­ste­hen gemes­sen wird. Im Laufe des Mens­trua­ti­ons­zy­klus ändert sich die Basal­t­em­pe­ra­tur. Kurz nach dem Eisprung steigt sie für min­des­tens drei Tage um einige Zehn­tel­grad an, so dass der Eisprung und die frucht­ba­ren Tage rück­wir­kend fest­ge­stellt wer­den kön­nen. Es kann so auf die fol­gen­den unfrucht­ba­ren Tage geschlos­sen wer­den. Die Mes­sung der Basal­t­em­pe­ra­tur ist Teil der Tem­pe­ra­tur­me­thode zur natür­li­chen Verhütung.

Becken­bo­den
Bin­de­ge­we­big-mus­ku­lö­ser Boden der Beckenhöhle.

Befruch­tung
Moment, in dem die Samen­zelle und Eizelle mit­ein­an­der ver­schmel­zen. Die Befruch­tung fin­det im Eilei­ter statt.

Bil­lings-Methode
Eine Methode der natür­li­chen Ver­hü­tung, bei der die Ver­än­de­rung der Beschaf­fen­heit des Zer­vi­kal­schleims wäh­rend des Mens­trua­ti­ons­zy­klus beob­ach­tet wird. Kurz vor und um dem Eisprung ver­än­dert sich die Kon­sis­tenz des Schleims, wodurch die frucht­ba­ren Zyklus­tage bestimmt wer­den können.

Binä­res Geschlechts­sys­tem
Annahme, dass es nur zwei Geschlech­ter gibt: Mann oder Frau.

Binde
Ein­la­gen aus saug­fä­hi­gem Mate­rial, um Mens­trua­ti­ons­flüs­sig­keit außer­halb der Vagina auf­zu­neh­men. Bin­den wer­den in der Unter­hose getra­gen. Es gibt sowohl Ein­weg­bin­den als auch wasch­bare Stoff­bin­den.

Cis-Frau bzw. Cis-Mann
Men­schen, die sich mit dem Geschlecht iden­ti­fi­zie­ren, dem sie bei der Geburt zuge­ord­net wurden.

Dys­me­nor­rhoe
Schmerz­hafte oder schwie­rige Regel­blu­tung mit Beschwer­den, wie z.B. Krämp­fen und Schmer­zen im Unterleib.

Eier­stö­cke
Teil der pri­mä­ren Geschlechts­merk­male, wo Eizel­len und Geschlechts­hor­mone pro­du­ziert werden.

Eier­stock­zyste

Eilei­ter
Paa­ri­ger Teil der Geschlechts­or­gane, die beid­sei­tig von der Gebär­mut­ter aus­ge­hen und in der Nähe des jewei­li­gen Eier­sto­ckes enden. Die Eilei­ter sind mit Schleim­haut ausgekleidet. 

Eisprung
Moment, in dem die unbe­fruch­tete Eizelle von dem Eier­stock aus­ge­sto­ßen und anschlie­ßend vom Eilei­ter auf­ge­nom­men wird. Der Eisprung fin­det bei einem gesun­den und natür­li­chen Mens­trua­ti­ons­zy­klus peri­odisch statt und ist oft in der Zyklus­mitte. Um den Eisprung herum sind die frucht­ba­ren Tage. Wird auch Fol­li­kel­sprung oder Ovu­la­tion genannt.

Eizelle
Geschlechts­zelle, die alle gene­ti­schen Anla­gen einer men­stru­ie­ren­den Per­son ent­hält, die an die Kin­der wei­ter­ge­ge­ben wer­den. Mit Beginn der Puber­tät reift bei jedem Mens­trua­ti­ons­zy­klus eine Eizelle in den Eier­stö­cken heran. Eizel­len sind höchs­tens 24 Stun­den befruchtungsfähig.

Endo­me­triose
Eine chro­ni­sche, sehr schmerz­hafte und schwer the­ra­pie­bare Erkran­kung von Men­schen mit einer Gebär­mut­ter. Außer­halb der Gebär­mut­ter­höhle bil­den sich unkon­trol­liert Gebär­mut­ter­schleim­haut­wu­che­run­gen. Die Ursa­chen für die Ent­ste­hung von Endo­me­triose sind bis­her unge­klärt und oft dau­ert es Jahre bis zur Dia­gnose. Dies soll sich mit­hilfe einer Peti­tion ändern.

Endo­me­trium

Erste Mens­trua­tion

Fer­ti­li­tät

Fol­li­kel­hor­mon

Fol­li­kel­phase
Die erste Phase des Mens­trua­ti­ons­zy­klus, in der sich der Kör­per auf eine Befruch­tung der rei­fen Eizelle vor­be­rei­tet. Das fol­li­kel­sti­mu­lie­rende Hor­mon (FSH) steigt in die­ser Phase an, wel­ches schließ­lich den Eisprung ermög­licht. Sie wird auch präo­vu­la­to­ri­sche Phase oder Pro­li­fe­ra­ti­ons­phase genannt.

Frauenärzt*in
Spezialisierte*r Fachärzt*in für Frauen*heilkunde und Geburts­hilfe. Wird auch Gynäkolog*in genannt.

Free blee­ding

Freie Mens­trua­tion
Wäh­rend der Mens­trua­tion wird frei­wil­lig auf Peri­oden­pro­dukte wie Tam­pons, Bin­den oder Mens­trua­ti­ons­tas­sen ver­zich­tet. Das Blut wird also nicht von einem Fremd­kör­per inner- oder außer­halb des Kör­pers auf­ge­fan­gen. Es ist mög­lich durch eine bewusste Wahr­neh­mung des eige­nen Kör­pers zu spü­ren, wann das Blut kommt. Beim freien Men­stru­ie­ren wird das Mens­trua­ti­ons­blut schließ­lich durch Ent­span­nung des Becken­bo­dens direkt auf der Toi­lette abge­las­sen. Auch Free Blee­ding genannt.

Frucht­bar­keit
Mög­lich­keit, eine Schwan­ger­schaft pro Mens­trua­ti­ons­zy­klus zu emp­fan­gen und Nach­kom­men auf die Welt zu brin­gen. Auch als Fer­ti­li­tät bezeichnet.

Gebär­mut­ter
Teil der Geschlechts­or­gane, das vom äuße­ren Mut­ter­mund bis hin zur Öff­nung der Eilei­ter reicht. Die Gebär­mut­ter, auch Ute­rus genannt, ähnelt in ihrer Form einer auf dem Kopf ste­hen­den Birne und ist ein Hohl­or­gan, in dem sich nach der Befruch­tung die Eizelle ein­nis­tet und ent­wi­ckelt. Durch die aus­ge­präte Mus­kel­schicht ist die Gebär­mut­ter außer­dem an der Geburt des Kin­des beteiligt.

Gebär­mut­ter­hals
Der Gebär­mut­ter­hals, auch Zer­vix genannt, ist die Ver­bin­dung der Gebär­mut­ter mit der Scheide. Der schmale Abschnitt macht das untere Drit­tel der Gebär­mut­ter aus und ragt als Gebär­mut­ter­mund in den obe­ren Teil der Scheide hin­ein. Durch die enge Öff­nung, die mit Schleim­haut umge­ben ist, wird die Gebär­mut­ter vor Kei­men geschützt.

Gebär­mut­ter­hals­ab­strich
Wird im unte­ren Teil des Gebär­mut­ter­hals­ka­nals ent­nom­men, oft wäh­rend der jähr­li­chen Kon­troll­un­ter­su­chung bei der Frauenärzt*in. Der zer­vi­kale Abstrich hilft unter ande­rem bei der Früh­erken­nung von Gebärmutterhalskrebs.

Gebär­mut­ter­schleim­haut
Die dünne, rosa­far­bende Schleim­haut bil­det die Innen­wand der Gebär­mut­ter, um sie zu schüt­zen und die Ein­nis­tung einer befruch­te­ten Eizelle zu ermög­li­chen. Wäh­rend des natür­li­chen Mens­trua­ti­ons­zy­klus beein­flus­sen Hor­mone die Kon­sis­tenz und Menge der Gebär­mut­ter­schleim­haut. Bei der Mens­trua­tion wird die obere Schicht der Gebär­mut­ter­schleim­haut, auch Endo­me­trium, abge­baut und aus­ge­schie­den. Wäh­rend einer Schwan­ger­schaft nennt man die Gebär­mut­ter­schleim­haut Decidua.

Gen­der­stern­chen
Die Schreib­weise mit dem Gen­der­stern­chen (*) ist der Ver­such, die Viel­falt von Geschlechts­iden­ti­tä­ten sprach­lich mit einzubeziehen.

Gynäkolog*in
siehe Frauenärzt*in

Hor­mon-Mes­sung
Mit­hilfe von Test­strei­fen wer­den im mor­gend­li­chen Urin Hor­mone gemes­sen. Oft wird dies zur Bestim­mung des Eisprungs gemacht.

Hor­mone
Kör­per­ei­gene bio­che­mi­sche Boten­stoffe, die von Drü­sen erzeugt wer­den und durch Blut trans­por­tiert wer­den. Hor­mone steu­ern ver­schie­dene Pro­zesse im Körper. 

Hor­mo­nelle Ver­hü­tung
Hor­mo­nelle Ver­hü­tungs­me­tho­den beein­flus­sen den Hor­mon­haus­halt und unter­drü­cken meis­tens den Eisprung. Die ver­schie­de­nen Ver­hü­tungs­mit­tel sind ver­schrei­bungs­pflich­tig. Auch wenn die ein­zel­nen Ver­hü­tungs­mit­tel unter­schied­lich ange­wen­det wer­den, wir­ken sie aber oft sehr ähn­lich im Kör­per und kön­nen Neben­wir­kun­gen mit sich brin­gen. Zu den hor­mo­nel­len Ver­hü­tungs­me­tho­den gehö­ren zum Bei­spiel Pille, Vagi­nal­ring, Hor­mon­spi­rale oder Ver­hü­tungs­pflas­ter. Bei rich­ti­ger Anwen­dun­gen schüt­zen hor­mo­nelle Ver­hü­tungs­mit­tel vor einer unge­woll­ten Schwan­ger­schaft, jedoch nicht vor sexu­ell über­trag­ba­ren Krankheiten.

Hor­mon­freie Ver­hü­tung

Hyper­menor­rhoe
Eine zu starke Mens­trua­tion. Es ist eine Form der Regel­ty­pus­stö­rung, die durch einen erhöh­ten Blut­ver­lust wäh­rend der Mens­trua­tion gekenn­zeich­net ist. Dies ist der Fall, wenn der Blut­ver­lust pro Mens­trua­tion mehr als 80ml beträgt.

Hypo­menor­rhö
Eine zu schwa­che Mens­trua­tion. Es ist eine Form der Mens­trua­ti­ons­stö­rung, die durch eine schwa­che und kurze Mens­trua­ti­ons­blu­tung gekenn­zeich­net ist. Dies ist der Fall, wenn der Blut­ver­lust pro Mens­trua­tion weni­ger als 25ml beträgt. Oft sind die schwa­chen Blu­tun­gen soge­nannte Schmierblutungen.

Hys­te­rek­to­mie
Ope­ra­tive Ent­fer­nung der Gebärmutter.

Inter­mens­tru­alschmerz

Kitz­ler

Kli­mak­te­rium

Kli­to­ris
Geschlechts­or­gan, des­sen klei­ner Teil am obe­ren Ende der Vul­va­lip­pen außen sicht­bar ist. Er besteht aus zwei Schen­keln, die sich zur Kör­per­vor­der­seite mit­ein­an­der ver­bin­den und im Inne­ren des Kör­pers lie­gen. Die Kli­to­ris, auch Kitz­ler genannt, rich­tet sich bei sexu­el­ler Erre­gung auf­grund der Schwell­kör­per­ge­webe auf.

Lute­al­phase
Zweite Phase des natür­li­chen Mens­trua­ti­ons­zy­klus, die nach dem Eisprung beginnt und mit dem Beginn der Mens­trua­tion endet. Es ist eine unfrucht­bare Phase, die auch Sekrea­ti­ons­phase genannt wird.

Luxus­steuer

Men­ar­che
Die erste Monats­blu­tung. Der Beginn der Mens­trua­tion fin­det im Ver­lauf der Puber­tät statt.

Meno­pause
Die Mens­trua­tion bleibt end­gül­tig aus, wodurch auch die Frucht­bar­keit und Mög­lich­keit auf Schwan­ger­schaft endet. 

Menor­rha­gie
Eine zu lange Mens­trua­tion, die bis zu 14 Tagen dau­ern kann.

Mens­trua­tion
Bei der Mens­trua­tion wird monat­lich die Gebär­mut­ter­schleim­haut abge­baut und das Mens­trua­ti­ons­blut wird durch die Scheide aus­ge­schie­den. Es ist ein natür­lich, regel­mä­ßig statt­fin­den­der bio­lo­gi­scher Pro­zess, der die Gesund­heit und Frucht­bar­keit einer men­stru­ie­ren­den Per­son sym­bo­li­siert. Die Monats­blu­tung dau­ert durch­schnitt­lich rund 5 Tage. Für Mens­trua­tion gibt es ver­schie­dene Begriffe, wie zum Bei­spiel Monats­blu­tung, Regel oder Periode.

Mens­trua­ti­ons­be­schwer­den
Ver­schie­dene Beschwer­den, die vor und wäh­rend der Mens­trua­tion auf­tre­ten kön­nen. Hierzu gehö­ren zum Bei­spiel Krämpfe, Übel­keit, Kopf­schmer­zen, Span­nungs­ge­fühl in den Brüs­ten oder all­ge­mei­nes Unwohlsein.

Mens­trua­ti­ons­blut
Das Mens­trua­ti­ons­blut ist streng genom­men nicht nur Blut, son­dern viel­mehr ein Gemisch aus Blut, abge­sto­ße­ner Gebär­mut­ter­schleim­haut, der unbe­fruch­te­ten Eizelle und Vagi­nal­schleim. Auch andere abge­stor­bene Zel­len fin­den sich in dem Gewebe-Mix wie­der. Nur etwa die Hälfte der Flüs­sig­keit besteht aus Blut.

Mens­trua­ti­on­s­ka­len­der
Ein Mens­trua­ti­on­s­ka­len­der bzw. Peri­oden­ka­len­der hilft dabei, den eige­nen Zyklus zu beob­ach­ten und bes­ser zu ver­ste­hen. Außer­dem kann er dabei hel­fen, die nächste Peri­ode bzw. die Peri­ode für einige Monate im Vor­aus zu berech­nen. Im Mens­trua­ti­on­s­ka­len­der wird der erste sowie letzte Tag der Mens­trua­tion notiert. Im Laufe des Mens­trua­ti­ons­zy­klus kön­nen auch andere Merk­male, wie zum Bei­spiel Stim­mung oder Tem­pe­ra­tur, ver­merkt wer­den. Wird auch Zyklus­ka­len­der genannt.

Mens­trua­ti­ons­schmer­zen
Schmer­zen, die wäh­rend der Mens­trua­tion auf­tre­ten. Sie gehö­ren zu den Mens­trua­ti­ons­be­schwer­den und sind eine Form von Zyklus­stö­run­gen. Sie wer­den auch Regel- oder Peri­oden­schmer­zen genannt.

Mens­trua­ti­ons­schwäm­m­chen
Rei­nes Natur­pro­dukt für die Mens­trua­tion, das wie­der­ver­wen­det wer­den kann. Grund­sätz­lich ist die Anwen­dung ähn­lich wie bei Tam­pons, denn sie wer­den in die Scheide ein­ge­führt und fan­gen dort das Mens­trua­ti­ons­blut direkt auf. Wird auch Natur­schwäm­m­chen genannt.

Mens­trua­ti­ons­tasse
Kleine wie­der­ver­wend­bare Behäl­ter, die das Mens­trua­ti­ons­blut inner­halb des Kör­pers direkt auf­fan­gen. Meist haben sie eine kel­ch­ähn­li­che Form, sind aus medi­zi­ni­schem Sili­kon und wer­den in die Scheide ein­ge­führt. Mens­trua­ti­ons­tas­sen wer­den umgangs­sprach­lich auch ein­fach Menstasse, Cup oder Tasse genannt.

Mens­trua­ti­ons­un­ter­wä­sche
Mens­trua­ti­ons­un­ter­wä­sche haben im Schritt­be­reich meh­rere Stoff­schich­ten und somit auch zusätz­li­che Funk­tio­nen. Es ist sozu­sa­gen eine Unter­hose mit ein­ge­näh­ter wasch­ba­rer Binde. Die ver­schie­de­nen Stoffe sor­gen dafür, dass der Intim­be­reich tro­cken bleibt und das Mens­trua­ti­ons­blut auf­ge­saugt wird. Die Mens­trua­ti­ons­un­ter­wä­sche ist wie nor­male Unter­wä­sche auch wasch­bar und somit wie­der­ver­wend­bar. Peri­oden­un­ter­wä­sche wird auch Period Panty oder Period Pants genannt.

Mens­trua­ti­ons­zy­klus
Der Mens­trua­ti­ons­zy­klus bzw. men­stru­el­ler Zyklus beginnt mit dem ers­ten Tag der Mens­trua­tion und endet mit dem Tag vor der nächs­ten Peri­ode. In der Regel dau­ert er zwi­schen 25 und 34 Tagen. Es ist ein regel­mä­ßig statt­fin­den­der Pro­zess im Kör­per einer men­stru­ie­ren­den Per­son, der sich von der Puber­tät bis zu den Wech­sel­jah­ren etwa 400-mal wie­der­holdt. Der Mens­trua­ti­ons­zy­klus ist durch hor­mo­nelle Ver­än­de­run­gen geprägt.

Men­stru­ie­rende Men­schen
Begriff für alle Men­schen, die Mens­trua­ti­ons­er­fah­run­gen machen. Denn nicht alle Frauen men­stru­ie­ren und nicht alle, die men­stru­ie­ren, iden­ti­fi­zie­ren sich als Frau.

Mit­tel­blu­tung
Zwi­schen­blu­tung, die zum Zeit­punkt des Eisprungs (Mitte des Mens­trua­ti­ons­zy­klus) auf­tre­ten kann. Wird auch Ovu­la­ti­ons­blu­tung genannt.

Mit­tel­schmerz
Schmer­zen, die zum Zeit­punkt des Eisprungs (Mitte des Mens­trua­ti­ons­t­zy­klus) auf­tre­ten kön­nen. Meist ist der Schmerz ein­sei­tig im Unter­bauch loka­li­siert. Wird auch Inter­mens­tru­alschmerz genannt.

Monats­blu­tung

Mönchs­pfef­fer
Heil­pflanze, die zur natür­li­chen Behand­lung einer unre­gel­mä­ßi­gen, zu häu­fi­gen oder zu sel­te­nen Mens­trua­tion ein­ge­nom­men wird. Das Extrakt der rei­fen, getrock­ne­ten Früchte beein­flusst den Hor­mon­haus­halt und ist medi­zi­nisch aner­kannt. Wird auch Agnus Cas­tus genannt.

Mut­ter­mund
Öff­nung der Gebär­mut­ter. Der Gebär­mut­ter­ka­nal öff­net sich in die Scheide.

Natür­li­che Fami­li­en­pla­nung (NFP)
Umfasst alle Ver­hü­tungs­me­tho­den, die weder Hor­mone noch den Kör­per im All­ge­mei­nen beein­flus­sen. Daher tre­ten auch keine Neben­wir­kun­gen auf. Die natür­li­chen Ver­hü­tungs­me­tho­den ori­en­tie­ren sich am natür­li­chen Mens­trua­ti­ons­zy­klus und bestim­men sowohl die frucht­ba­ren als auch unfrucht­ba­ren Tage einer men­stru­ie­ren­den Per­son. Die Befruch­tung der Eizelle wird ohne Hilfe von künst­li­chen Hor­mo­nen ver­hin­dert. Zu der hor­mon­freien Ver­hü­tung zäh­len zum Bei­spiel die sym­ptoher­male Methode, Tem­pe­ra­tur­me­thode, Zyklus­com­pu­ter oder Barriere-Methoden.

Nicht-binär
Men­schen, des­sen Geschlechts­iden­ti­tät außer­halb des binä­ren Geschlechts­sys­tems liegt und sich weder als Mann noch als Frau iden­ti­fi­zie­ren (z.B. Queer).

Oes­tro­gen
Wich­tige Sexu­al­hor­mone, die haupt­säch­lich in den Eier­stö­cken pro­du­ziert wer­den. Östro­gene, auch Östro­gene oder Fol­li­kel­hor­mon genannt, för­dern die Rei­fung der befruch­tungs­fä­hi­gen Eizelle und sor­gen dafür, dass die Gebär­mut­ter­schleim­haut gut durch­blu­tet ist. Die Kon­zen­tra­tion der Östro­gene im Kör­per ver­än­dert sich stark im Ver­lauf des natür­li­chen Mens­trua­ti­ons­zy­klus. 

Oli­go­menor­rhoe
Eine zu sel­tene Mens­trua­tion. Es ist eine Form der Mens­trua­ti­ons­stö­rung, die durch einen zu lan­gen Mens­trua­ti­ons­zy­klus gekenn­zeich­net ist. Dies ist der Fall, wenn der Gesamt­zy­klus mehr als 35 Tage (maxi­mal 90) beträgt. Auf­grund von Ver­än­de­run­gen im Hor­mon­haus­halt tritt Oli­go­menor­rhoe vor allem nach der Men­ar­che oder vor den Wech­sel­jah­ren auf und ist in die­ser Zeit normal. 

Ova­ri­al­zyste
In oder an den Eier­stö­cken gebil­de­ter sack­ar­ti­ger und mit Flüs­sig­keit gefüll­ter Hohl­raum oder Geschwulst, der meist gut­ar­tig ist. Die Ova­ri­al­zyste bzw. Eier­stock­zyste kann einen Durch­mes­ser von eini­gen Mil­li­me­tern bis zu über 15 cm haben.

Ovu­la­tion
siehe Eisprung

Ovu­la­ti­ons­blu­tung

Peri­me­no­pause
Zeit­raum zwi­schen der Prä- und Post­me­no­pause, die ein Zei­chen des phy­sio­lo­gi­schen Altern ist. Sie dau­ert ein bis zwei Jahre vor und nach der eigent­li­chen Menopause. 


Peri­ode

Peri­oden­ar­mut
Peri­oden­ar­mut besteht, wenn sich men­stru­ie­rende Men­schen aus finan­zi­el­len Gründe keine Mens­trua­ti­ons­pro­dukte leis­ten kön­nen. Der Man­gel an erschwing­li­chen Pro­duk­ten führt dazu, dass zu ande­ren Alter­na­ti­ven wie (schmut­zi­gen) Stoff­res­ten oder Gras gegrif­fen wird. Dies kann gesund­heit­li­che Fol­gen haben.

Peti­tion 'Peri­ode ist kein Luxus'
Nanna-Jose­phine Roloff und Yase­min Kotra haben zusam­men die Peti­tion 'Die Peri­ode ist kein Luxus - sen­ken Sie die Tam­pon­steuer!' ins Leben geru­fen und auf der Platt­form change.org über 190.000 Unterstützer*innen gefun­den. Die Peti­tion for­dert, dass Mens­trua­ti­ons­pro­dukte als Grund­be­darf ange­se­hen wer­den und mit dem ver­ein­fach­ten Mehr­wert­steu­er­satz von sie­ben Pro­zent besteu­ert wer­den. Denn der erhöhte Steu­er­satz von 19 Pro­zent dis­kri­mi­niert alle men­stru­ie­ren­den Men­schen. Die erfolg­rei­che Peti­tion und der uner­müd­li­che Ein­satz der bei­den Mens­trua­tions-Akti­vis­tin­nen hat sich gelohnt, denn ab Januar 2020 wer­den Mens­trua­ti­ons­pro­dukte nur noch mit dem sie­ben Pro­zent besteuert.

Pille
Hor­mo­nel­les Ver­hü­tungs­mit­tel, des­sen Ein­nahme weit ver­brei­tet ist. Es gibt ver­schie­dene Pil­len­ar­ten, die täg­lich (mit Aus­nahme der ein­wö­chi­gen Pil­len­pause) zur glei­chen Tages­zeit oral ein­ge­nom­men wer­den müs­sen. Durch die Ein­nahme der Hor­mone in der Pille wird die Rei­fung der Eizelle und somit auch der Eisprung unter­drückt. Wird auch als Anti­ba­by­pille bezeichnet.

Poly­menor­rhoe
Eine zu häu­fige Mens­trua­tion. Es ist eine Form der Mens­trua­ti­ons­stö­rung, die durch einen zu kur­zen Mens­trua­ti­ons­zy­klus gekenn­zeich­net ist. Dies ist der Fall, wenn der Gesamt­zy­klus weni­ger als 24 Tage beträgt.

Poly­zys­ti­sches Ovar-Syn­drom (PCOS)
Hor­mo­nelle Stoff­wech­sel­stö­rung, die durch ein kom­plex gestör­tes hor­mo­na­les Gleich­ge­wicht aus­ge­löst wird. Das PCO-Syn­drom kann auf­grund der Zyklus­stö­rung Ursa­che für eine Unfrucht­bar­keit sein. 

Post­me­no­pause
Zeit­raum von rund zwölf Mona­ten nach der letz­ten Menstruation.

Post­men­stru­elle Blu­tung
Die Schmier­blu­tung nach der Mens­trua­tion ist eine Regel­ty­pus­stö­rung. Auch Spot­ting genannt.

Prä­me­no­pause
Erste Unre­gel­mä­ßig­kei­ten im Mens­trua­ti­ons­zy­klus und gele­gent­li­ches Aus­blei­ben der Mens­trua­tion. Aus­ge­löst wer­den diese Ver­än­de­run­gen im Mens­trua­ti­ons­zy­klus durch den Rück­gang des Progesteronspiegels.

Prä­men­stru­elle Blu­tung
Die Schmier­blu­tung vor der Mens­trua­tion ist eine Regel­ty­pus­stö­rung. Auch Spot­ting genannt.

Prä­men­stru­el­les Syn­drom (PMS)
Schmer­zen und Beschwer­den einige Tagen vor dem Beginn der Mens­trua­tion. Dies kön­nen sehr unter­schied­li­che Beschwer­den, wie zum Bei­spiel Bauch- oder Kopf­schmer­zen sowie Stim­mungs­schwan­kun­gen, sein.

Pro­ges­te­ron
Ist ein Gelb­kör­per­hor­mon und gehört zur Gruppe der Sexu­al­hor­mone. Pro­ges­te­ron wird haupt­säch­lich in der zwei­ten Zyklus­phase gebil­det und för­dert das Wachs­tum der Gebär­mut­ter­schleim­haut, damit sich dort eine befruch­tete Eizelle erfolg­reich ein­nis­ten kann. Die Kon­zen­tra­tion des Pro­ges­te­ron im Kör­per ver­än­dert sich stark im Ver­lauf des natür­li­chen Mens­trua­ti­ons­zy­klus.

Puber­tät
Teil der Ado­les­zenz, wo sich der Kör­per ver­än­dert und die Geschleichts­rei­fung statt­fin­det. In die­ser Zeit beginnt die ver­stärkte Her­stel­lung von Geschlechts­hor­mo­nen, die dazu füh­ren, dass die Fort­pflan­zungs­or­gane funk­ti­ons­fä­hig werden.

Regel

Regel­schmer­zen

Regel­tem­po­stö­run­gen
Unre­gel­mä­ßig­kei­ten des Blu­tungs­rhyth­mus im Mens­trua­ti­ons­zy­klus. Es wird zwi­schen einer zu häu­fi­gen und zu sel­te­nen Mens­trua­tion unterschieden.

Regel­ty­pus­stö­rung
Unre­gel­mä­ßig­kei­ten des Blu­tungs­mus­ters im Mens­trua­ti­ons­zy­klus. Es wird zwi­schen zu star­ker und zu leich­ter Mens­trua­tion unterschieden. 

Scheide
siehe Vagina

Schei­den­flora

Schei­den­vor­hof
Teil der Vulva, der zwi­schen den Vul­va­lip­pen liegt. Um den Schei­den­hof befin­den sich Drü­sen, die für die Befeuch­tung der Vagina ver­ant­wort­lich sind.

Schmier­blu­tung
Schwa­che Blu­tung, die zwi­schen zwei Peri­oden statt­fin­den kann. Es ist ein oft uner­war­te­ter bräun­li­cher Aus­fluss, der ein bis drei Tage dau­ert. Unab­hän­gig von der eigent­li­chen Mens­trua­tion kann eine eine Schmier­blu­tung jeder­zeit ein­set­zen. Die Ursa­che hier­für ist meist eine hor­mo­nelle Umstellung.

Schwan­ger­schaft
Zeit­raum, in dem eine befruch­tete Eizelle im Kör­per zu einem Kind her­an­reift. Die ab dem ers­ten Tag der letz­ten Mens­trua­tion berech­nete Schwan­ger­schaft dau­ert durch­schnitt­lich 40 Wochen. Tra­di­tio­nell wird die Dauer einer Schwan­ger­schaft mit neun Mona­ten ange­ge­ben. Die Schwan­kungs­breite umfasst jedoch meh­rere Wochen.

Seed-Cycling
Es ist eine natür­lich Form der Nah­rungs­er­gän­zung. Durch die Ein­nahme von bestimm­ten Samen soll der Hor­mon­haus­halt bei Ungleich­ge­wicht sanft unter­stützt wer­den. Das Ziel ist es, den natür­li­chen Mens­trua­ti­ons­zy­klus in eine gesunde Balance zu brin­gen und Mens­trua­ti­ons­be­schwer­den zu lin­dern. Die vier unter­schied­li­chen Samen (Kür­bis­kerne, Lein­sa­men, Sesam, Son­nen­blu­men­kerne) wer­den in den ver­schie­de­nen Zyklus­pha­sen ein­ge­nom­men. Durch die in den Samen ent­hal­tene Öle, Vitame und Nähr­stoffe wird die kör­per­ei­gene Bil­dung von Östro­gen oder Pro­ges­te­ron unterstützt.

Sli­pein­la­gen
Ein­la­gen aus saug­fä­hi­gem Mate­rial, um Mens­trua­ti­ons­flüs­sig­keit außer­halb der Vagina auf­zu­neh­men. Klei­nere und schma­lere Ver­sion von Bin­den, die nicht so saug­fä­hig sind. Sli­pein­la­gen wer­den in der Unter­hose getra­gen. Es gibt sowohl Ein­weg­sli­pein­la­gen als auch wasch­bare Stoff­sli­pein­la­gen.

Soft­cup
Abwand­lung der Mens­trua­ti­ons­tasse, die eben­falls zum Auf­fan­gen des Mens­trua­ti­ons­blut inner­halb der Scheide benutzt wird. Es ist ein Plas­tik­ring, der von einer fle­xi­blen Folie über­zo­gen ist. Durch die Fle­xi­bi­li­tät und Mate­rial des Soft­cups nimmt er weni­ger Platz als eine Mens­trua­ti­ons­tasse in Anspruch und kann auch beim Sex getra­gen wer­den. Viele Modelle müs­sen nach ein­ma­li­gem Tra­gen weg­ge­schmis­sen wer­den. Die wie­der­ver­wend­bare Alter­na­tive besteht aus medi­zi­ni­schem Sili­kon und kann bis zu zwei Jahre ver­wen­det werden.


Stim­mungs­schwan­kun­gen
Wäh­rend des natür­li­chen Mens­trua­ti­ons­zy­klus sind ver­schie­dene Hor­mone in unter­schied­li­chem Maße betei­ligt, die natür­li­che Stim­mungs­schwan­kun­gen mit sich brin­gen. Abhän­gig von der Zyklus­phase, in der sich eine Per­son befin­det, ver­än­dert sich auch die emo­tio­nale Lage.

Stoff­binde
Wie­der­ver­wend­bare Bin­den aus Stoff wer­den wäh­rend der Mens­trua­tion getra­gen, um das Mens­trua­ti­ons­blut außer­halb des Kör­pers auf­zu­sau­gen. Sie bestehen aus ver­schie­de­nen Lagen saug­fä­hi­ger Stoffe und wer­den oft aus Baum­wolle oder auch Hanf her­ge­stellt. Nach dem Tra­gen wer­den sie gewa­schen und kön­nen erneut ver­wen­det wer­den. Stoff­bin­den sind die nach­hal­tige Ver­sion der Weg­werf­bin­den, denn sie kön­nen über viele Jahre hin­weg genutzt werden.

Stoff­sli­pein­la­gen
Wie­der­ver­wend­bare Sli­pein­la­gen aus Stoff wer­den bei leich­ten Blu­tun­gen getra­gen, um die Mens­trua­ti­ons­flüs­sig­keit außer­halb des Kör­pers auf­zu­sau­gen. Sie sind dün­ner und leich­ter als Stoff­bin­den und wer­den eben­falls aus Baum­wolle her­ge­stellt. Stoff­sli­pein­la­gen sind die nach­hal­tige Ver­sion der Weg­werf­sli­pein­la­gen, denn sie kön­nen über viele Jahre hin­weg genutzt werden.

Stoff­tam­pons
Die etwas andere und weni­ger bekannte Tam­pon­ver­sion. Stoff­tam­pons wer­den wie andere Tam­pons auch in die Scheide ein­ge­führt und sau­gen dort das Mens­trua­ti­ons­blut direkt aus. Danach wer­den sie aus­ge­wa­schen und kön­nen erneut ver­wen­det werden.

Sym­pto­ther­male Methode
Hor­mon­freie Ver­hü­tungs­me­thode, die zur natür­li­chen Fami­li­en­pla­nung zählt. Diese Methode basiert auf der Bestim­mung der frucht­ba­ren Tage im natür­li­chen Mens­trua­ti­ons­zy­klus. Hierzu wer­den sowohl die Ver­än­de­run­gen der Basal­t­em­pe­ra­tur als auch des Zer­vix­schleims kom­bi­niert aus­ge­wer­tet. Es ist eine Kom­bi­na­tion der Tem­pe­ra­tur­me­thode mit der Bil­lings-Methode. Die Aus­wer­tung und Pro­to­kol­lie­rung kann zum Bei­spiel durch einen Ver­hü­tungs­com­pu­ter oder eine Soft­ware unter­stützt werden.

Tam­pons
Tam­pons wer­den wäh­rend der Mens­trua­tion ver­wen­det und bestehen meist aus zusam­men­ge­press­ter Watte. Sie wer­den in die Scheide ein­ge­führt, um dort das Mens­trua­ti­ons­blut direkt auf­zu­sau­gen. Sie wer­den ein­mal benutzt und danach direkt weg­ge­schmis­sen.

Tam­pon­steuer
Mens­trua­ti­ons­pro­dukte wur­den in Deutsch­land bis Ende 2020 mit dem erhöh­ten Steu­ert­satz, der auch als Luxus­steuer bezeich­net wird, von 19 Pro­zent besteu­ert. Nach viel Lob­by­ar­beit sowie einer erfolg­rei­chen Peti­tion haben es zwei Mens­trua­ti­ons­ak­ti­vis­tin­nen aus Ham­burg geschafft, dass sich der Steu­er­satz für Mens­trua­ti­ons­pro­dukte ändert. Ab Januar 2020 gilt auf alle Mens­trua­ti­ons­pro­dukte (außer Sli­pein­la­gen, da sie als Arti­kel des täg­li­chen Bedarfs gese­hen wer­den) nur noch der Steu­er­satz von sie­ben Pro­zent, der für Arti­kel des Grund­be­darfs zählt.

Tem­pe­ra­tur-Methode
Hor­mon­freie Ver­hü­tungs­me­thode, die zur natür­li­chen Fami­li­en­pla­nung zählt. Diese Methode basiert auf der Bestim­mung der frucht­ba­ren Tage im natür­li­chen Mens­trua­ti­ons­zy­klus. Hierzu wird jeden Mor­gen die Basal­t­em­pe­ra­tur gemes­sen. Auf­grund der zykli­schen Schwa­nun­gen der Basal­t­em­pe­ra­tur kann der Zeit­punkt des Eisprungs und somit auch der frucht­ba­ren sowie unfrucht­ba­ren Tage bestimmt werden.

Toxi­sches Schock­syn­drom (TSS)
Schwe­res Kreis­lauf- und Organ­ver­sa­gen, das durch Bak­te­ri­ent­o­xine her­vor­ge­ru­fen wird. Umgangs­sprach­lich wird das Toxi­sche Schock­syn­dorm auch als 'Tam­pon­krank­heit' bezeichnet. 

Trans­gen­der
Men­schen, die sich nicht mit dem Geschlecht iden­ti­fi­zie­ren, dem sie bei der Geburt zuge­ord­net wurden.

Unfrucht­bar­keit
Zeu­gungs- bzw. Emp­fäng­nis­un­fä­hig­keit. In der Human­me­di­zin wird von Unfrucht­bar­keit oder Infer­ti­li­tät gespro­chen, wenn ein Paar trotz bestehen­dem Kin­der­wunsch und min­des­tens einem Jahr regel­mä­ßi­gem unge­schütz­ten Geschlechts­ver­kehr keine Schwan­ger­schaft empfängt.

Unre­gel­mä­ßi­ger Zyklus
Mens­trua­ti­ons­zy­klen, die weni­ger als 24 oder mehr als 35 Tage dau­ern. Auch Mens­trua­ti­ons­zy­klen, die um mehr als acht Tage von Zyklus zu Zyklus schwan­ken, zäh­len hierzu. 

Ute­rus

Vagina
Pri­mä­res Geschlechts­or­gan, wel­ches eine schlauch­för­mige Form hat und den äuße­ren Mut­ter­mund mit dem Schei­den­vor­hof ver­bin­det. Die Vagina, auch Scheide genannt, mün­det in den Schei­den­vor­hof der Vulva und ist zwi­schen acht und zwölf Zen­ti­me­tern lang. Sie schützt die Geschlechts­or­gane, die tie­fer im Kör­per lie­gen. Als Teil des Geburts­ka­nals ist sie dehn­bar. In der All­tags­spra­che wird der Begriff Vagina oder Scheide oft fälsch­li­cher­weise ver­wen­det, um die Vulva ins­ge­samt zu bezeichnen.

Vagi­nal­flora
Natür­lich vor­hande mikro­bielle Besied­lung der Vagina, die über­wie­gend aus unter­schied­li­chen Arten von Milch­säu­re­bak­te­rien besteht. Sie ist dafür ver­ant­wort­lich, dass sich schäd­li­che Keime nicht über­pro­por­tio­nal ver­meh­ren kön­nen. Der natür­li­che pH-Wert der Vagi­nal- bzw. Schei­den­flora ver­hin­dert, dass sich Krank­heits­er­re­ger ver­meh­ren können.

Vagi­nal­schleim

Vagi­nis­mus
Sexu­elle Funk­ti­ons­stö­rung bzw. Schmerz­stö­rung, die sowohl orga­nisch als auch psy­chisch bedingt sein kann. Es ist eine andau­ernde oder wie­der­keh­rende unfrei­wil­lige Ver­kramp­fung oder Ver­span­nung des Becken­bo­dens sowie des äuße­ren Drit­tels der Vagi­nal­mus­ku­la­tur, wodurch der Schei­den­ein­gang sehr eng oder wie ver­schlos­sen erscheint. Durch die enge Mus­kel­kon­trak­tion sind unter ande­rem Vagi­nal­ver­kehr oder eine gynä­ko­lo­gi­sche Unter­su­chung schmerz­haft oder gar unmöglich.

Venus­hü­gel
Leichte hügel­för­mige Erhe­bung direkt ober­halb der Vul­va­lip­pen, die durch eine Ansamm­lung von Fett­ge­webe her­vor­ge­ru­fen wird. Ab der Puber­tät wach­sen auf dem Venus­hü­gel Haare. Auch Venus­berg genannt.

Vulva
Die Gesamt­heit der äuße­ren pri­mä­ren Geschlechts­or­gane. Die Vulva besteht aus dem Venus­hü­gel, den Vul­va­lip­pen, der Öff­nung der Harn­röhre, dem Schei­den­vor­hof sowie der Kli­to­ris. Ein Groß­teil der Vulva wird mit dem Beginn der Puber­tät durch Haare bedeckt. Fälsch­li­cher­weise wird die Vulva in der All­tags­spra­che oft als Scheide oder Vagina bezeichnet.

Vulva-Stea­ming

Vul­va­lip­pen
Teil bzw. Haut­fal­ten der äuße­ren Geschlechts­or­gane. Der Begriff umfasst sowohl die äußer­den als auch inne­ren Vul­va­lip­pen. Im Duden steht der Begriff Scham­lip­pen. Der Begriff schafft jedoch eine fal­sche Vor­stel­lung die­ses Kör­per­teils. Des­we­gen wird mit­hilfe der Peti­tion 'Weg mit der Scham: “Vul­va­lip­pen” in den Duden!' dafür plä­diert den Begriff Vul­va­lip­pen zu eta­blie­ren. Auch Venu­slip­pen ist denkbar.

Wech­sel­jahre
Jahre der hor­mo­nel­len Umstel­lung, vor und nach der Meno­pause. Es ist der Über­gang von der frucht­ba­ren hin zur post­me­no­pau­sa­len Phase im Leben einer men­stru­ie­ren­den Per­son. Durch den sin­ken­den Östro­gen­spie­gel brin­gen die Wech­sel­jahre häu­fig Schwan­kun­gen im Mens­trua­ti­ons­zy­klus mit sich. Wird auch als Kli­mak­te­rium bezeichnet.

Yoni
Tan­tri­scher Begriff für die Gesamt­heit der Vulva, Vagina und Gebär­mut­ter. Das Wort hat dar­über hin­aus noch wei­tere Bedeu­tun­gen, wie zum Bei­spiel Quelle oder Urps­rung. Yoni wird als spi­ri­tu­el­les Zen­trum ver­stan­den, dass die äußere Welt mit der inne­ren Dun­kel­heit verbindet. 

Yoni-Stea­ming
Dampf­bad für die Vulva. Wird auch Vulva-Stea­ming genannt.

Zero Waste Mens­trua­tion
Ver­wen­dung von wie­der­ver­wend­ba­ren Pro­duk­ten wäh­rend der Mens­trua­tion, um kei­nen Müll zu ver­ur­sa­chen. Die Peri­ode wird plas­tik­frei und ohne Weg­werf­pro­dukte gestaltet.

Zer­vi­ka­ler Abstrich


Zer­vix­schleim
Das mil­chig-weiß­li­ches bis durch­sich­tige Sekret besteht aus abesg­to­ße­nen Zel­len sowie Was­ser und fließt aus der Scheide ab. Der täg­li­che Aus­fluss ist Teil des natür­li­chen Pro­zes­ses eines gesun­den Mens­trua­ti­ons­zy­klus und ent­seht durch Drü­sen im Gebär­mut­ter­hals. Im Laufe des natür­li­chen Mens­trua­ti­ons­zy­klus ändert sich sowohl die Farbe als auch Kon­sis­tenz. Der Zer­vix­schleim schützt die Gebär­mut­ter vor Krank­heits­er­re­gern. Zer­vix­schleim wird auch als Vagi­nal­schleim oder ein­fach Aus­fluss bezeichnet.

Zwi­schen­blu­tung
Blu­tung aus der Gebär­mut­ter außer­halb der eigent­li­chen Mens­trua­tion. Wird auch zykli­sche Blu­tung genannt.

Zyklus-App
Zyklus-Apps hel­fen dabei, den eige­nen Zyklus zu beob­ach­ten und bes­ser zu ver­ste­hen. Auf­grund der ein­ge­tra­ge­nen Daten berech­net die App die nächste Peri­ode bzw. die Peri­ode für einige Monate im Vor­aus. In der Zyklus-App wird der erste sowie letzte Tag der Mens­trua­tion notiert. Im Laufe des Mens­trua­ti­ons­zy­klus kön­nen auch andere Merk­male, wie zum Bei­spiel Stim­mung, Sym­ptome oder Tem­pe­ra­tur, ver­merkt werden.

Zyklus-Tracking
Bewusste Beob­ach­tung des eige­nen Mens­trua­ti­ons­zy­klus. Neben dem Beginn und Ende der Mens­trua­tion wer­den auch wei­tere Merk­male, wie zum Bei­spiel Stim­mung, Sym­ptome oder Tem­pe­ra­tur, notiert. Zyklus-Tracking kann ent­we­der ana­log in einem Mens­trua­ti­on­s­ka­len­der oder digi­tal in Zyklus-Apps erfasst wer­den. Das Ziel vom Zyklus-Tracking ist es, den eige­nen Kör­per und die zyklus­be­ding­ten Ver­än­de­run­gen bes­ser zu verstehen.

Zyklus­be­wusst­sein

Zyklus­com­pu­ter
Mess­ge­räte, mit denen men­stru­ie­rende Men­schen die frucht­ba­ren sowie unfrucht­ba­ren Tage ermit­telt kön­nen. Sie unter­stüt­zen die Metho­den der hor­mon­freien Ver­hü­tung digi­tal. Hierzu wer­den ver­schie­dene Kör­per­merk­male, wie zum Bei­spiel die Basal­t­em­pe­ra­tur, Hor­mone im Mor­gen­urin sowie die Kon­sis­tenz des Zer­vix­schleims, erfasst und aus­gwer­tet. Damit der Zyklus­com­pu­ter die Mess­werte rich­tig inter­pre­tie­ren kann, muss eine regel­mä­ßige und gewis­sen­hafte Nut­zung gewähr­leis­tet sein.

Zyklus­ka­len­der

Zyklus­länge
Zeit­raum vom ers­ten Tag der Mens­trua­tion bis zum Tag vor dem erneu­ten Beginn der Mens­trua­tion. In der Regel dau­ert der natür­li­che Mens­trua­ti­ons­zy­klus zwi­schen 25 und 34 Tagen.

Zyklus­pha­sen
Der natür­li­che Mens­trua­ti­ons­zy­klus wird in zwei Pha­sen unter­teilt: Die erste Zyklus­hälfte wird als Fol­li­kel­phase bezeich­net. Sie fin­det zwi­schen dem Beginn der Mens­trua­tion und dem nächs­ten Eisprung statt. Die zweite Zyklus­hälfte wird als Lute­al­phase bezeich­net. Sie fin­det zwi­schen dem Eisprung und dem erneu­ten Beginn der Mens­trua­tion statt.

Zyklus­stö­rung
Ver­än­de­run­gen im natür­li­chen Mens­trua­ti­ons­zy­klus, die von der Norm abwei­chen. Dies umfasst sowohl die Dauer, Stärke oder auch Rhyth­mus der Menstruation. 

Dein Glos­sar rund um Menstruation

In unse­rem Mens­trua­tions-ABC fin­dest du kurze und ver­ständ­li­che Erklä­run­gen zu umgangs­sprach­li­chen Begrif­fen und medi­zi­ni­schen Fach­aus­drü­cken rund um die The­men Mens­trua­tion, hor­mon­freie Ver­hü­tung und die Ana­to­mie der Geschlechts­or­gane. Hier fin­dest du Mens­trua­ti­ons­iws­sen von A wie Ade­no­myose bis Z wie Zyklus­stö­run­gen. 
Dir feh­len noch wich­tige Begriffe in unse­rem Glos­sar oder wir haben etwas nicht ganz ver­ständ­lich erklärt? Dann schreib uns gerne eine Nach­richt mit dei­nen Ideen und Feed­back, damit wir gemein­sam das Mens­trua­tions-ABC noch umfang­rei­cher und voll­stän­di­ger gestal­ten können.

Wenn du über ein bestimm­tes Thema mehr lesen möch­test, dann fin­dest du in unse­rem Archiv eine Über­sicht mit allen ver­öf­fent­li­chen Arti­keln, sor­tiert nach Ober­be­grif­fen. In unse­rem Period­ico fin­dest du alle Arti­kel in chro­no­lo­gi­scher Reihenfolge.

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